Therapie- und Behandlungsverfahren

Unser Leistungsspektrum

Duplexsonographie der Gefäße


In unserer neurologischen Praxis führen wir die Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien durch. Diese schmerzfreie und strahlenfreie Ultraschalluntersuchung ermöglicht es, die Blutgefäße im Halsbereich darzustellen und den Blutfluss zu beurteilen. Dabei können unter anderem Gefäßverengungen durch Ablagerungen (Arteriosklerose) erkannt und deren Ausmaß eingeschätzt werden.


Wann ist die Untersuchung sinnvoll?


Eine Duplexsonographie kann insbesondere bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen des Gehirns, nach einem Schlaganfall oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA), bei bekannten Gefäßveränderungen sowie zur Verlaufskontrolle angezeigt sein. Auch bei bestimmten Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhten Blutfettwerten oder Rauchen kann sie im Rahmen einer individuellen neurologischen Abklärung sinnvoll sein.


Wie läuft die Untersuchung ab?


Die Untersuchung erfolgt im Liegen mit einem Ultraschallkopf, der über die Haut des Halses geführt wird. Mithilfe der Duplextechnik werden sowohl die Gefäßstruktur als auch die Fließgeschwindigkeit und Flussrichtung des Blutes beurteilt. Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei, dauert meist nur wenige Minuten und erfordert keine besondere Vorbereitung.


Ziel ist es, relevante Gefäßveränderungen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf weitere diagnostische oder therapeutische Maßnahmen einzuleiten.

EEG (Elektroenzephalografie)

Diese Untersuchung misst die elektrische Aktivität der Rinde des Großhirns. Hinsichtlich Anfallserkrankungen, Durchblutungsstörungen und Hirntumorerkrankungen können hiermit Bedeutsame diagnostische Erkenntnisse gewonnen werden.


Hierzu werden 20 Elektroden mittels einer Haube aus Gummibändern am Kopf befestigt, die dadurch aufgezeichneten Hirnströme werden auf einem Computer aufgezeichnet und visuell dargestellt.


Die Untersuchung ist vollkommen schmerzfrei und dauert etwa 20-30 Minuten. Sie findet Anwendung z.B. bei Kopfschmerzen und Schwindel.

Elektroneurographie

Die Elektroneurographie ist eine neurologische Untersuchungsmethode zur Beurteilung der Funktion peripherer Nerven. Sie ermöglicht es, die Geschwindigkeit und Stärke der elektrischen Weiterleitung von Nervenimpulsen zu messen und dadurch Nervenschädigungen zu erkennen und näher einzuordnen.


Die Untersuchung wird insbesondere bei Verdacht auf Nervenengpasssyndrome, wie beispielsweise das Karpaltunnelsyndrom, bei Taubheitsgefühlen, Kribbeln, Schmerzen oder Muskelschwäche sowie bei Polyneuropathien eingesetzt.


Bei der Untersuchung werden über Elektroden auf der Haut kurze elektrische Impulse abgegeben und die Reaktionen des Nervs gemessen. Die Untersuchung dauert in der Regel nur wenige Minuten pro Nerv und kann kurzzeitig als unangenehm empfunden werden.


Die Ergebnisse helfen dabei, neurologische Beschwerden gezielt abzuklären und die weitere Behandlung individuell zu planen.

Evozierte Potenziale 

  • VEP = visuell evozierte Potentiale
  • AEP = akustisch evozierte Potentiale
  • SEP = somatosensibel evozierte Potentiale


Durch die drei oben aufgeführten Untersuchungen wird die Funktionsfähigkeit ganzer Nervenbahnsysteme getestet. Es können Aussagen über die wichtigsten Sinnessysteme (Sehen, Hören, Tasten) des Menschen getroffen werden. 


Die visuell evozierten Potentiale (VEP) messen die gesamte Sehbahn, angefangen vom Auge, über die Sehnerven bis hin zum Sehzentrum des Gehirns, welches im Hinterkopfbereich liegt. Es findet Anwendung z.B. bei Sehstörungen oder in der MS Diagnostik.


Die akustisch evozierten Potentiale (AEP) messen das Hörorgan, die Hörnerven und wichtige Hirnstammareale. Es findet Anwendung z.B. bei Gleichgewichtsstörungen, Schwindel und beim Tinnitus.


Die somatosensibel evozierten Potentiale (SEP) messen die Gefühlsbahnen der oberen und unteren Extremitäten von der Stimulationsstelle aus, am Handgelenk bzw. Fußgelenk, bis hin zu den entsprechenden Gehirnarealen, mit denen die Sinneseindrücke an den jeweiligen Extremitäten wahrgenommen werden. Es findet Anwendung z.B. bei Sensibilitätsstörungen, Kribbel- und Taubheitsgefühle, bei Polyneuropathie sowie in der MS Diagnostik.  


VEP und AEP sind vollkommen harmlos und schmerzfrei. Beim SEP muss mit Strom in einer Stärke, die mitunter lokal schmerzhaft sein kann gereizt werden, die Untersuchung ist allerdings unbedenklich und schadet nie.

Labor


In unserer neurologischen Praxis führen wir die Blutentnahme und die Vorbereitung der Laborproben direkt vor Ort durch. Je nach medizinischer Fragestellung werden die Proben zur weiteren Analyse an ein spezialisiertes Labor weitergeleitet.


Die Laboruntersuchungen unterstützen die neurologische Diagnostik, die Abklärung möglicher Ursachen von Beschwerden sowie die Verlaufskontrolle und Überwachung medikamentöser Therapien. Welche Laborwerte bestimmt werden, richtet sich individuell nach der jeweiligen Fragestellung und der medizinischen Notwendigkeit.

Lumbalpunktion

Genau wie im Blut, können auch im Nervenwasser (Liquor) viele Erkrankungen diagnostiziert werden. Um das Liquor zu entnehmen, ist eine Lumbalpunktion notwendig, welche in der Regel problemlos ambulant durchgeführt werden kann. 


Anwendung findet die Lumbalpunktion in der Diagnostik von akuten und chronischen Entzündungen sowie in der Diagnostik von Infektionen des Gehirns, aber auch zur Abklärung von Gedächtnisstörungen, z.B. bei Verdacht auf Demenz.


Vor der Untersuchung:

Im Vorfeld ist eine Bildgebung vom Kopf (z.B. MRT, CT etc.) notwendig, um Situationen mit erhöhtem Nervenwasserdruck auszuschließen. Wenige Tage vor der geplanten Lumbalpunktion erfolgt noch einmal eine Blutentnahme, um die Gerinnung zu überprüfen. Auch wird der Patient über die geplante Untersuchung im Vorfeld ärztlich aufgeklärt, zu der er sein schriftliches Einverständnis geben muss.


Durchführung der Untersuchung:

Die Untersuchung erfolgt in den meisten Fällen im Sitzen und unter sterilen Bedingungen. Dabei wird eine Nadel zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbelkörper eingeführt. Bei der verwendeten Nadel handelt es sich in der Regel um eine atraumatische Nadel, weshalb Patienten nach der Untersuchung lediglich eine Ruhephase von 2 Stunden im Liegen einhalten müssen. Erst anschließend wird der Patient ärztlich entlassen. Allerdings sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme am Tag der Untersuchung geachtet werden.

Nervenleitgeschwindigkeit / NLG

Diese Untersuchung hat in der Diagnostik der Neurologie ebenfalls ihren nicht wegzudenkenden Stellenwert. Durch die Reizung eines Nervs mittels Stroms in einer Stärke, die mitunter lokal schmerzhaft sein kann, aber niemals schädigt, kann die Leitgeschwindigkeit des Nervens ermittelt und die dazugehörige Reaktion des Muskels abgeleitet werden. Diese Untersuchung kann an mehreren unterschiedlichen Stellen am Körper, durchgeführt werden.


Dieses Verfahren bietet Aufschluss über z.B. Nervenengpasssyndrome wie Carpaltunnel- und Sulcus-Ulnaris -Syndrom. Es kommt außerdem zur diagnostischen Anwendung bei Polyneuropathien, also Nervenstoffwechselstörungen, die beispielsweise als Folgeerkrankung von Diabetes mellitus auftreten können.

Testpsychologisches Verfahren

In der neurologischen und psychiatrischen Diagnostik sind neuropsychologische Testverfahren ein wichtiges Element. Aufgrund der langjährigen Erfahrung in unserer Praxis und unser Engagement in der Tätigkeit als zertifizierte Gutachter/in, zertifiziert nach DGNBV, bieten wir eine große Testbatterie an.


Wir verwenden mehrere kognitiv-mnestische Tests, welche z.B. Anwendung in der Diagnostik von Demenz finden. 


Außerdem wenden wir eine Reihe von standardisierten Tests an, die z.B. Anwendung in der Diagnostik und Therapie von MS oder in der Diagnostik von Tinnitus und Fatigue finden, aber auch zur Erhebung von Schmerzempfindungen sowie zur Ermittlung der aktuell verfügbaren Leistungsfähigkeit bzw. des Intelligenzniveaus.

Therapie mit Botolinumtoxin

Hier finden Sie in Kürze weitere

Therapie mit Botulinumtoxin


In unserer neurologischen Praxis führen wir Behandlungen mit Botulinumtoxin bei entsprechender medizinischer Notwendigkeit durch. Die Therapie kommt insbesondere bei folgenden Beschwerden zum Einsatz:


•⁠  ⁠Chronische Migräne (zur Vorbeugung und Reduktion häufiger Kopfschmerztage)

•⁠  ⁠Blepharospasmus (unwillkürliches, wiederholtes Zusammenkneifen oder Zukneifen der Augenlider durch Muskelkrämpfe)

•⁠  ⁠Hypersalivation bei Morbus Parkinson und anderen neurologischen Erkrankungen (übermäßige Speichelproduktion bzw. unkontrollierter Speichelfluss)


Darüber hinaus setzen wir Botulinumtoxin bei weiteren neurologischen Erkrankungen ein, sofern eine entsprechende medizinische Indikation besteht.


Ziel der Behandlung ist es, Beschwerden zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und den Alltag unserer Patientinnen und Patienten zu erleichtern. Die Therapie erfolgt nach individueller neurologischer Untersuchung und ärztlicher Indikationsstellung.

Infos.

Ultraschalldiagnostik

Ultraschalldiagnostik der hirnversorgenden Arterien


In unserer neurologischen Praxis führen wir die Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien durch. Diese schmerzfreie und strahlenfreie Ultraschalluntersuchung ermöglicht es, die Blutgefäße im Halsbereich darzustellen und den Blutfluss zu beurteilen. Dabei können unter anderem Gefäßverengungen durch Ablagerungen (Arteriosklerose) erkannt und deren Ausmaß eingeschätzt werden.


Wann ist die Untersuchung sinnvoll?


Eine Duplexsonographie kann insbesondere bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen des Gehirns, nach einem Schlaganfall oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA), bei bekannten Gefäßveränderungen sowie zur Verlaufskontrolle angezeigt sein. Auch bei bestimmten Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhten Blutfettwerten oder Rauchen kann sie im Rahmen einer individuellen neurologischen Abklärung sinnvoll sein.


Wie läuft die Untersuchung ab?


Die Untersuchung erfolgt im Liegen mit einem Ultraschallkopf, der über die Haut des Halses geführt wird. Mithilfe der Duplextechnik werden sowohl die Gefäßstruktur als auch die Fließgeschwindigkeit und Flussrichtung des Blutes beurteilt. Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei, dauert meist nur wenige Minuten und erfordert keine besondere Vorbereitung.


Ziel ist es, relevante Gefäßveränderungen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf weitere diagnostische oder therapeutische Maßnahmen einzuleiten.